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EMDR bei PTSD

Im Leben eines Menschen können schwerwiegende Ereignisse eintreten. Diese können von einem Unfall über (sexuellen) Missbrauch bis hin zu Gewalt oder Kriegssituationen reichen. Eine solche Situation wird als Trauma bezeichnet und braucht eine Weile, um verarbeitet zu werden. Die Verarbeitung besteht darin, dem Trauma einen Platz zu geben und dann wieder mit dem Leben fortzufahren. Gelegentlich denken Sie vielleicht noch mit Emotionen an das betreffende Ereignis zurück, aber es hat einen Platz bekommen. Wenn es Ihnen nicht gelingt, einer traumatischen Erfahrung einen Platz zum Leben zu geben, sprechen wir von einem unbewältigten Trauma. Dies kann letztlich zu einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) führen.

Was ist PTSD?

Ein Trauma, das Sie nicht verarbeiten können, kann schließlich zu einer PTBS führen. Manchmal wird auch die englische Bezeichnung PTSD (Post Traumatic Stress Disorder) verwendet. Man spricht von einer Belastungsstörung, weil ein unverarbeitetes Trauma eine solche Wirkung hat, dass es das ganze Leben beherrschen kann. Eines der wichtigsten Merkmale der PTBS ist die Vermeidung von Situationen, Orten und Menschen. Auf diese Weise wollen Sie vermeiden, mit all den Dingen in Kontakt zu kommen, die Sie wieder an das Trauma denken lassen. Hätten Sie dem Trauma einen Ort gegeben, an dem es bleiben kann, dann wären Sie in der Lage gewesen, darauf zurückzublicken, auch wenn bestimmte Emotionen im Spiel sind. Jemand, der an einer PTBS leidet, kann und will sich nicht an das Trauma erinnern. Wenn man Situationen ausweicht, isoliert man sich, und deshalb sind viele PTBS-Patienten sozial isoliert.

Symptome von PTSD

Isolation und Einsamkeit sind eine Folge der PTBS. Aber es gibt auch zahlreiche Symptome, unter denen man leiden kann, wenn man eine PTBS hat. Ein weiteres Merkmal ist, dass die Bilder immer wieder in Ihrem Kopf auftauchen, obwohl Sie nicht an das Trauma erinnert werden wollen. Es ist, als würde man ständig einen Film des Ereignisses abspielen. Infolgedessen haben Sie schlaflose Nächte und Alpträume und sind empfindlicher für alle Arten von Emotionen. Sie sind leichter reizbar, können unter Wutanfällen leiden, erschrecken leicht oder verhalten sich rücksichtslos. Zusätzlich zu all diesen Symptomen können Sie auch an einer Depression bis hin zu selbstmörderischem Verhalten.

Behandlung von PTSD

Es ist normal, dass man nach einem Trauma Zeit braucht, um es zu verarbeiten. Glücklicherweise geht dies bei den meisten Menschen gut, und das Trauma wird bewältigt. Wenn Sie bemerken, dass dies bei Ihnen nicht der Fall ist und Sie die Bilder immer wieder abspielen, dann könnten Sie an einer PTBS leiden und sollten sich in Behandlung begeben. Das kann natürlich sehr konfrontativ sein, so dass Sie sich nur ungern einer Behandlung unterziehen. Es gibt verschiedene Arten der Behandlung, z. B. kognitive Verhaltenstherapie und EMDR.

Was ist eine PTSD-Behandlung mit EMDR?

PTSD-Therapie EMDR steht für Eye Movement Densitisation Reprocessing. Es handelt sich um eine Therapie, die 1989 von einem amerikanischen Psychologen zufällig entdeckt wurde. Sie entdeckte, dass das Blinzeln mit den Augen sie in einem kurzen Moment von negativen Gedanken ablenkte. Auf dieser Grundlage entwickelte sie die PTBS-Therapie EMDR. Übrigens ist diese Therapie nicht nur für PTBS-Patienten geeignet. Auch Ängste und Phobien, die durch ein Trauma entstanden sind, können damit behandelt werden. Der Ausgangspunkt einer EMDR-Behandlung bei PTBS besteht darin, dass der PTBS-Patient in das Trauma zurückgeht und vom Therapeuten abgelenkt wird. Das wird immer wieder gemacht, so dass das Trauma langsam einen Platz bekommt.

Wie funktioniert EMDR bei PTSD in der Praxis?

In der EMDR-PTSD-Therapie steht die Ablenkung von der traumatischen Erinnerung im Mittelpunkt. Durch wiederholtes Abrufen der Erinnerung und anschließendes Ablenken des PTBS-Patienten wird dies immer leichter, und die Erinnerung kann sogar verblassen oder einem unangenehmen Ereignis einen Platz geben. Das kann natürlich ziemlich schwer sein. Denn der PTBS-Patient erinnert sich nicht nur an das Bild, sondern auch an die Gedanken und Gefühle in diesem Moment. Wenn es zu schwer wird, werden Pausen eingelegt. Wenn der Therapeut Sie auffordert, sich an das Ereignis zu erinnern, werden Sie entweder durch eine Handbewegung oder ein Geräusch abgelenkt. Dann fragt der Therapeut, was Sie denken und fühlen, und lenkt Sie wieder ab. Sie werden feststellen, dass das Abrufen der Erinnerung nach einer Weile einfacher und weniger emotional aufgeladen wird. Manchmal verblasst sogar die Erinnerung. Das alles bedeutet, dass Sie dem traumatischen Erlebnis allmählich einen Platz eingeräumt haben.

EMDR-Tools für PTBS für Praktiker

Die PTBS-Therapie nach EMDR ist eine offiziell wissenschaftlich geprüfte Therapie und führt in der Regel zu erfolgreichen Ergebnissen. Doch es geht noch besser, und zwar mit Hilfe moderner Techniken. Psylaris hat für Praktiker praktische Hilfsmittel entwickelt, mit denen eine PTSD-EMDR-Behandlung besser gesteuert und bei Bedarf auch aus der Ferne durchgeführt werden kann. Mit EMDR-remote kann die PTBS-EMDR-Therapie problemlos hinter einem Laptop oder PC durchgeführt werden, wobei dem Therapeuten vielfältige Möglichkeiten zur Ablenkung zur Verfügung stehen. Mit EMDR-VR wird ein ganz neuer Schritt bei EMDR-PTSD gemacht. Die Behandlung wird mit einer VR-Brille durchgeführt, die eine viel intensivere Ablenkung ermöglicht. Die VR-Brille kann sowohl im Behandlungsraum als auch zu Hause bei den PTBS-Patienten eingesetzt werden.

EMDR-plus

EMDR in der virtuellen Realität

Das Ziel von Psylaris ist es, Therapeuten mit besseren EMDR-Techniken und -Werkzeugen noch besser zu unterstützen. EMDR in der virtuellen Realität ist die neueste Entwicklung. Psylaris Care besteht aus einer Virtual-Reality-Brille (VR), die mit verschiedenen Modulen verbunden werden kann. Die VR-Brille wird zunächst im Behandlungsraum eingesetzt und sorgt dafür, dass der Patient eine virtuelle Umgebung betritt. Dadurch wird eine intensive Behandlung gewährleistet, die eine kürzere Behandlungsdauer erforderlich macht. Wenn der Patient dazu bereit ist, kann ihm die Brille zur Verwendung zu Hause mitgegeben werden, so dass die Behandlung auch zu Hause stattfinden kann. Für die VR-Brille gibt es verschiedene Module. Neben dem EMDR-Modul gibt es auch ein Modul für die Behandlung von Angst, Phobie und Stress. Psylaris entwickelt sich weiter, so dass in naher Zukunft weitere Module für ein noch breiteres Behandlungsspektrum zur Verfügung stehen werden.

Sind Sie ein Therapeut?

Wir glauben, dass wir in Kombination mit intelligenter Software und qualifizierten Therapeuten ein System entwickeln können, in dem jeder, jederzeit, und überall direkten Zugang zu einer effizienten und erschwinglichen psychologischen Versorgung hat.

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